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Hotelschiffe bei der WM?

Knapp 15.000 Betten fehlen für die WM 2010 noch. Wo werden die ganzen Fans also unterkommen? 15.000 Schlafplätze ist nicht wenig, zumal die zahlenden Gäste aus dem Ausland wohl kaum in Turnhallen oder ähnlichem unterkommen wollen.

FIFA-Boss Sepp Blatter ist deswegen mit einer ganz neuen Idee auf den Plan getreten: Hotelschiffe. Ja, wirklich – Hotelschiffe! For Port Elizabeth und Durban, zwei wichtigen Austragungsorten der WM, könnten diese Schiffe eingesetzt werden und so zumindest kurzfristig zur Linderung des Problems beitragen. Die Vorstellung ist aber dennoch etwas gewöhnungsbedürftig – gelinde gesagt.

FIFA beantwortet Fragen zum offiziellen Ticketverkaufsprozess

Aus einem offiziellen Dokument der FIFA zum Ticketverkaufsprozess für die WM 2010:

1) Nach welchen Grundsätzen wurden die Kartenpreise festgelegt?
Die FIFA versteht die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ ungeachtet des Austragungsorts als exklusive internationale Sportveranstaltung. Aus diesem Grund liegen die Kartenpreise für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™ etwa auf dem Niveau von 2006. Nichtsdestotrotz berücksichtigt die FIFA auch die Besonderheiten des lokalen Markts. Die Kartenpreise für die WM 2010 tragen deshalb sowohl der Globalität der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ als auch den Bedürfnissen des Heimmarkts Rechnung.

2) Wieso haben die FIFA und das LOC die Preise für die Kategorie 4 so tief angesetzt?
In Deutschland kosteten die billigsten Karten 2006 EUR 35 (ca. USD 51). In Südafrika sind es nur USD 20. Die FIFA und das LOC wollen mit diesen sehr tiefen Preisen die einfachen Fans, die sich sonst keine WM-Karten leisten könnten, ansprechen und sie so an diesem einzigartigen Ereignis teilhaben lassen.

3) Wie gross sind die Kontingente der vier Kategorien?
Die Kontingente wurden noch nicht festgelegt. Diese hängen von der Kapazität der Stadien ab, die erst nach deren Konfiguration, die zudem von Spiel zu Spiel ändern kann, feststeht. Die FIFA und das LOC wollen in jedem Stadion mindestens 15 %, nach Möglichkeit bis 20 % der Kaufkarten der Kategorie 4 zuteilen.

4) Wie viele Karten werden für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™ angeboten?
Die genaue Anzahl steht noch nicht fest. Sie wird erst zu einem viel späteren Zeitpunkt festgelegt. Gestützt auf die definitiven Zahlen bei den letzten Weltmeisterschaften und die geschätzte Bruttokapazität der zehn Stadien bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™ sind für die 64 Spiele zwischen 2,8 bis 3,1 Millionen Kaufkarten zu erwarten. Diese Schätzung entspricht in etwa der Anzahl Karten, die für die Endrunden 2002 und 2006 in den Verkauf gelangte.
Die Anzahl Kaufkarten stimmt indes nicht mit der Bruttokapazität der Stadien überein, da für die Medien und Ehrengäste sowie aus Sicherheits- und anderen Gründen Plätze verlorengehen. Erst wenn der genaue Platzverlust feststeht, können die FIFA und das LOC die Anzahl Kaufkarten für die einzelnen Spiele bestimmen.

5) Wann wird der Kartenverkauf anlaufen?
Die erste Phase des öffentlichen Kartenverkaufs wird voraussichtlich im Februar 2009 anlaufen. Hospitality-Pakete werden bereits ab dem dritten Quartal 2008 angeboten. Weitere Informationen zu den Verkaufskanälen, dem FIFA-Reiseveranstalter-Programm, den nachfolgenden Verkaufsphasen und dem Verfahren für Kartenanträge für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™ werden 2008 bekanntgeben.

6) Wer zeichnet für den Kartenverkauf verantwortlich?
Die FIFA trägt die Hauptverantwortung. Der Kartenverkauf wird unter der Leitung der FIFA und des LOC vom FIFA-Dienstleistungsunternehmen MATCH abgewickelt.

7) Wie will die FIFA den Verkauf von WM-Tickets auf dem Schwarzmarkt verhindern?
Schliesslich kann der Wert der Karten auf dem Schwarzmarkt ohne Weiteres dem Jahresgehalt eines gewöhnlichen Arbeiters in Südafrika entsprechen. Die FIFA und das LOC sind sich bewusst, dass der Schwarzmarkthandel nie gänzlich unterbunden werden kann. Sämtliche Anspruchsgruppen tun jedoch alles Erdenkliche, um den Schwarzmarkt auszuschalten, insbesondere mit der Schaffung der Kategorie 4 und des
Kartenfonds, die Bedürftigen und Niedrigverdienern in Südafrika WM-Spielbesuche ermöglichen sollen.

8) Wieso kommt der Kartenfonds allen Bewohnerinnen und Bewohnern Südafrikas und nicht nur den südafrikanischen Bürgerinnen und Bürgern zugute?
Aus rechtlichen und anderen Gründen ist eine Diskriminierung allein aufgrund der Nationalität zu vermeiden. Zudem darf man nicht davon ausgehen, dass sich alle Ausländerinnen und Ausländer in Südafrika WM-Karten leisten können. Das wäre ein Irrglaube. Das Vertriebssystem wird auf jeden Fall so ausgestaltet, dass möglichst nur bedürftige Fussballfans von diesen Freikarten profitieren können.

9) Werden für alle 64 Spiele, einschliesslich des Endspiels, Freikarten zur Verfügung stehen?
Ja. Aufgrund der grossen Nachfrage wird die Mehrheit der Karten jedoch für Gruppenspiele bestimmt sein. Die genaue Anzahl der Karten pro Spiel hängt von der Kapazität des jeweiligen Stadions, der Anzahl Einwohnerinnen und Einwohner im Einzugsgebiet des Stadions, der Turnierphase und den beteiligten Teams ab. Für die 48 Gruppenspiele stehen insgesamt mehr Freikarten zur Verfügung als für die restlichen 16 Partien.

10) Die Karten der Kategorie 4 sind vergleichsweise billig. Die Preise für alle anderen Kategorien liegen aber über denjenigen von 2006. Macht die FIFA damit nicht ein Riesengeschäft?
Nein. Die Erträge aus dem Kartenverkauf (nach Abzug der Mehrwertsteuer und der Betriebskosten vom Kartennennwert) gehen an das lokale Organisationskomitee und sind dessen wichtigste Einnahmequelle.

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Wie kam die WM nach Südafrika?

Bis 2007 existierte innerhalb der FIFA ein Rotationsprinzip, wonach die Fußballweltmeisterschaft jedes Mal auf einem anderen Kontinent – bzw. genauer gesagt von einem anderen Fußballverband – durchgeführt werden sollte. Für die WM 2010 wurde der afrikanische Fußballverband, der Confederation of African Football – kurz CAF –, als Ausrichter bestimmt.
Fünf afrikanische Länder bewarben sich um die Ausrichtung der WM 2010: Ägypten, Lybien, Tunesien, Marokko und Südafrika. Dabei war die Bewerbung von Lybien und Tunesien eine gemeinsame, nach dem Vorbild der erfolgreichen WM im Jahr 2002 in Südkorea und Japan. Allerdings entschied sich das FIFA-Exekutivkomittee, keine gemeinsamen Bewerbungen zuzulassen. Somit fiel diese Bewerbung aus dem Rennen.
Am 15. Mai 2004 wurde in Zürich endlich das Ergebnis von FIFA-Präsident Sepp Blatter bekannt gegeben: Südafrika würde den Zuspruch für die WM 2010 bekommen, da 14 von 24 Stimmen auf das Land am Kap entfallen waren. 10 Mitglieder hatten für Marokko gestimmt. Am 15. März 2007 schloss die Anmeldung für die Qualifikationsturniere. Von 208 FIFA-Mitgliedsstaaten traten 204 in der WM-Qualifikation an.

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Freikarten für WM-Stadien-Bauarbeiter

Gute Nachrichten für die Bauarbeiter der WM-Stadien in Südafrika: FIFA-Präsident Blatter hat allen den fleißigen Konstrukteuren jeweils zwei Freikarten zu WM-Spielen versprochen – eine davon für das erste Spiel im Stadion, an dem sie mitgewirkt haben. Eine wirklich feine Geste – hoffen wir, dass es bei der Zusage bleibt und auch dann tatsächlich Taten folgen!

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Neuigkeiten zur WM-Ticketvergabe

Ein paar neue Informationen der FIFA sind durchgesickert: Klar ist nun z.B. bereits, dass dieses Mal 12% der Tickets der Gruppenspiele an die jeweiligen Verbände gehen – anstatt 8% wie beispielsweise bei der letzten WM in Deutschland.

Weitere Informationen hier: WM 2010 Tickets.

FIFA-Schiedsrichter – der lange Weg nach Südafrika

Nicht nur für Spieler und Fans geht es um heißbegehrte Plätze in Südafrika – auch unter Schiedsrichtern spielt sich vor den großen Fußballturnieren ein eigener Wettbewerb ab. Dazu hat die FIFA die Gruppe der “Elite-Schiedsrichter” eingeführt, die derzeit aus den 53 besten Referees der Welt besteht. Ende September traf sich diese Gruppe zu einem Seminar in Zürich ein, das natürlich auch der Vorbereitung auf die WM in Südafrika dient. Die Anforderungen an Schiedsrichter sind immens, neben natürlich hundertprozentigem Verständnis auch der absurdesten Regeln (Was passiert, wenn ein indirekter Freistoß versehentlich direkt ins eigene Tor befördert wird?), sind auch die physischen Mindestleistungen nicht ohne – ganz zu schweigen vom psychischen Druck, der auf den Schiedsrichtern lastet, wenn der Ball in Richtung Strafraum fliegt. Auch englische Sprachkenntnisse werden von der FIFA verlangt.

Noch steht die Entscheidung über den endgültigen Schiri-Kader noch nicht fest, aber sie wird sicherlich mit Spannung erwartet. Nur schade, dass “unser” Dr. Markus Merk nichtmehr dabei sein wird!

Tickets und Datenschutz – was erwartet uns 2010?

Im Vorfeld der Fußballweltmeisterschaft 2010 ging es hoch her in Sachen Datenschutz. Gegen Hooligans und gegen asymmetrischen Terror wollte man sich Schützen, mit RFID-Tags und der Ausweisnummer auf dem Ticket, mit Kampfjets der Bundeswehr und Polizeihundertschaften. Vermutlich waren die Ziele der Verantwortlichen wirklich ehrenhaft, München 1972 oder die Ausschreitungen – deutscher – Fans 1998 bei der WM in Frankreich haben gezeigt, dass auch Sportevents ein enormes Sicherheitsrisiko beinhalten und dass man nicht vergessen darf, dassder Verlust eines Menschenlebens durch kei Sportturnier gerechtfertigt wird.

Dennoch: Die FIFA scheint aus den Erfahrungen 2006 gelernt zu haben. Damals lag der Verkauf der Tickets in der Hand des deutschen Organisationskomittee. 2010 wird die Verantwortung dafür wieder direkt bei der FIFA liegen. Urs Linsi, ehemals Generalsekretär der FIFA, sagte bereits 2006: “So viele Daten wie die Deutschen werden wir beim nächsten Turnier nicht speichern.” Gute Neuigkeiten also für Datenschützer?

Die genauen Regelungen werden uns wohl erst noch bekannt gegeben – wir werden sie dann direkt auch hier veröffentlichen. Um ständig darüber informiert zu werden, empfiehlt es sich, den WM 2010 Tickets RSS-Feed zu abbonnieren!

Verkauf der Ticket-Pakete für die WM beginnt

Seit kurzem gibt es über eine Sportmarketingagentur die ersten “Hospitality Ticket Pakete” zu bekommen. Insgesamt geht es dabei um knapp ein Zehntel der insgesamt über 3 Millionen Tickets. Diese Hospitality Pakete sind für Firmen gedacht, die die Tickets dann weiterverwenden – ob für eigene Leute oder Gäste. Die Preise sind angeblich etwas geringer als für ähnliche Pakete für die WM 2006, allerdings ist es immer noch äußerst happig: Ab 18.000 US Dollar ist man erst dabei.

Wir meinen: Sicherlich ist das Engagement von Sponsoren wichtig, den so werden solche Veranstaltungen erst möglich. Hoffen wir, dass alles dazu führt, dass die Fans in aller Welt Ihre Freude an der WM haben werden und sie besonders auch für die bisher ausgeschlossenen Fans in Afrika einen integrativen Charakter haben wird. Dann muss es einem auch nicht um ein Ticketpaket in Wert eines Kleinwagens leid tun …